Gleiche Chancen für unsere Kinder

Schweizer Werte vor Erbprivileg

Kinder sind die Basis unserer Gesellschaft. Sie sind die Zukunft. Wir Eltern, Grosseltern, Göttis und Gotten bereiten sie auf ein eigenständiges Leben vor. Wir bieten ihnen Schutz, wir geben ihnen Halt und wir wünschen uns für sie die gleichen Startchancen - unabhängig ihrer gesellschaftlichen Herkunft.

In der Schweiz besitzen 2% der Bevölkerung die Hälfte des Vermögens

  2%
98%

Und die Vermögensschere öffnet sich immer schneller. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Demoscope vom März 2015 zeigt: Für die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung ist die ungleiche Verteilung der privaten Vermögen ein Problem.

Zukünftige Hauptlast des Familienbudgets: Wohnkosten

Zunahme Miet- und Immobilienpreise (Angebotsmieten und -preise) 2000 bis 2012

72% Kostenzunahme Eigentumswohnungen
48% Kostenzunahme Mietwohnungen
8.6% Teuerung

Die Preise bei Mieten und Immobilien explodieren seit Jahren und schlagen die Teuerung in der gleichen Zeitperiode um ein Vielfaches.

Vermögensverteilung

  • Gesamtvermögen in der Schweiz 1'500 Mia. CHF
  • Anteil am Schweizer Gesamtvermögen der Top 2% der Bevölkerung 750 Mia. CHF
  • Vermögen der 300 Reichsten in der Schweiz 589 Mia. CHF
  • Staatsbudget der Schweiz 65 Mia. CHF
  • Erbschaften und Schenkungen in der Schweiz 2013 61 Mia. CHF
  • Vermögenszuwachs der 300 Reichsten in 2014 25 Mia. CHF

Vermögensverteilung

  • Steuerfrei vererbbar an nächste Generation in Ehe  4.0 Mio. CHF
  • Steuerfrei vererbbar an nächste Generation Alleinstehende 2.0 Mio. CHF
  • Durchschnittliche Erbschaft in der Schweiz 0.6 Mio. CHF
  • Personen mit Vermögen grösser als 2 Mio. CHF in Prozent 2
  • Personen mit Vermögen grösser als 4 Mio. CHF in Prozent 0.7

Steuerrechner

Bist du davon betroffen? Finde es jetzt heraus.

Auf die zunehmend ungleichere Verteilung von Vermögen folgt…

Noch geht es uns gut. Doch die Gefahr kommt schleichend und sie hat Auswirkungen auf Errungenschaften, die sich unsere Eltern und Grosseltern erarbeitet haben.

Privatisierung von Schulen, Spitälern und Vorsorge

Zweiklassengesellschaft bei der Bildung
  • Grossklassen wegen Sparmassnahmen
  • Zugangsvorteile zur Bildung (Privatschulen, bezahlte Nachhilfe) und somit bessere Startchancen nur noch für Kinder reicher Eltern
Qualitativer Abbau im Gesundheitswesen
  • Ärztliche Leistungen werden nur noch durch Geld definiert
  • Von der Privatversicherung über den Privatdoktor zur Privatklinik
Demontage der sozialen Sicherungssysteme
  • Rentenkürzungen bei AHV und IV
  • Abbau bei Familienzulagen und Erwerbsersatz bei Mutterschaft

Das Zerbröckeln des Gemeinwohls

Standortnachteile für den Werkplatz Schweiz
  • Innovationsverlust
  • Wettbewerbsnachteile aus Mangel an Hochqualifizierten
  • Höhere Arbeitslosigkeit
Weniger Sicherheit
  • Zunehmende Gewalt wegen sozialem Abstieg
  • Erhöhter Drogenmissbrauch aus Mangel an Perspektiven
  • Vermehrte Teenagerschwangerschaften 
Sinkende Lebensqualität
  • Weiter steigende Preise bei Mieten und Wohneigentum
  • Verdrängung von Familien aus ihren angestammten Wohngebieten

Erosion demokratischer Werte

Destabilisierung des politischen Systems
  • Käufliche Interessenvertretungen im Parlament
  • Monopolisierung der Medien
  • Verlust an politischer Autonomie
Käufliche Justiz
  • Ungleichbehandlung aufgrund der Herkunft
  • Parteiische Gerichtsbarkeit

Der Chancengleichheit unserer Kinder verpflichtet:

Vermögensschere verkleinern

Perspektiven wahren

Gemeinwohl sichern

Am 14. Juni stimmen wir über die Einführung einer nationalen Erbschaftssteuer ab.

Und zwar zur Besteuerung von sehr grossen Erbschaften ab 2 Millionen Franken. Betroffen davon sind nur die reichsten 2 Prozent der Bevölkerung.
Gute Gründe dafür zu stimmen findest du hier

Gute Gründe dafür zu stimmen

  • Dank hohem Freibetrag von 2 Mio. Franken bleibt der Mittelstand steuerfrei.
  • Nur 2 Prozent der Bevölkerung besitzen ein Vermögen grösser als 2 Mio. Franken.
  • Ehepartner, eingetragene Partner und karitative Einrichtungen erben steuerfrei.
  • KMUs sind bei einem Freibetrag von 50 Mio. Franken nicht von der Steuer betroffen - der
 Wert eines KMUs beträgt durchschnittlich 19 Mio. Franken.
  • Die Erbschaftssteuer hilft die Chancengleichheit unserer Kinder zu sichern - sie ist liberal und
gerecht!
  • Die Kantone werden am Ertrag beteiligt.
  • Die höhere Lebenserwartung belastet die AHV. Eine moderate Erbschaftssteuer trägt zur Stärkung der AHV bei.

Die Initiative einfach erklärt

Was will die Initiative? 

Die Initiative will eine nationale Erbschafts- und Schenkungssteuer einführen, welche entsprechende Steuern der Kantone ersetzt. Der Steuersatz beträgt 20 Prozent.

Was passiert mit den Steuereinnahmen?

Von den Steuereinnahmen gehen 1/3 an die Kantone und 2/3 zweckgebunden an die AHV.

Was genau soll besteuert werden? 

Nicht die einzelnen Erben sollen besteuert werden, sondern der Nachlass eines Verstorbenen als Ganzes. Die Regelung soll auf Nachlässe von über 2 Millionen Franken gelten.

Wer ist von der Erbschaftssteuer betroffen? 

Ehepartnerinnen und registrierte Partner würden „gratis“ erben. Für die restlichen Erben wie Kinder, Enkel, Geschwister, Nichten, Göttikinder usw. gilt ein Steuersatz von 20 Prozent.

Die Initiative einfach erklärt

Kann für die Steuerbemessung ein Betrag vom Nachlass abgezogen werden?

Ja. Für natürliche Personen gilt ein Freibetrag von 2 Millionen Franken.  Bei Familienunternehmen, die vererbt werden, gelten andere Regeln, die vom bürgerlich dominierten Parlament festgelegt würden. Die Initianten empfehlen einen Freibetrag von 50 Millionen Franken und einen reduzierten Steuersatz von fünf Prozent.

Werden dadurch KMU und Arbeitsplätze gefährdet?

Nein. In der Schweiz hat ein durchschnittliches KMU einen Wert von 19 Millionen Franken. Die Steuer vernichtet auch keine Stellen, wie man in der SonntagsZeitung vom 24. Mai 2015 lesen konnte, und wäre also für die Schweizer Wirtschaft kein Drama.

Die Initiative einfach erklärt

Was würde sich im Vergleich zu heute ändern?

Die unterschiedliche Handhabung bei der Versteuerung von Nachlässen würde schweizweit einheitlich geregelt. Heute fallen in vielen Kantonen für Neffen, Konkubinatspartner oder Geschwister schon ab tiefen Beträgen happige Erbschaftssteuern an. Der Steuerwettbewerb unter den Kantonen hat in den 90er Jahren dazu geführt, dass viele Kantone dominoeffektartig die Steuer für direkte Nachfahren abgeschafft haben.

Wie steht die Schweiz in Sachen Erbschaftssteuer auf internationaler Ebene da?

Im europäischen Vergleich würde sich die Schweiz mit einem Steuersatz von 20 Prozent in der Mitte ansiedeln. In Spanien beträgt die Erbschaftssteuer zwischen 41 und 50 Prozent. In England, Nordirland und Frankreich beträgt sie zwischen 31 und 40 Prozent. Deutschland, Belgien, Irland und Slowenien haben einen Steuersatz von 21 bis 30 Prozent. In Dänemark, in den Niederlanden und Finnland sind es 11 bis 20 Prozent. Einzig in Österreich, Schweden, Portugal, Estland und der Slowakei gibt es keine Erbschaftssteuer.  

«Sie werden mich für einen Sozialisten halten, aber wenn es um grosse Vermögen geht, gibt es keinen Grund, dass die Kinder erben, wenn sie nichts dafür getan haben.»

Hansjörg Wyss, ehemaliger VRP des Medizinalherstellers Synthes, 23. Mail 2015 in Le Temps / Bild: REUTERS/Ruben Sprich

«Die Erbschaftssteuer ist gewerbefreundlich. (…) Mit einem Freibetrag von 50 Millionen wären die KMU raus.»

Markus Wenger, Vorsitzender Geschäftsleitung, Wenger Fenster AG Wimmis, 12. April 2015 im Blick

«Startgerechtigkeit bei der Geburt ist ein urliberales Anliegen.»

Hans Kissling, Ökonom, geistiger Vater der Erbschaftssteuer-Initiative, Mitglied der FDP

«Dass die Steuer zum KMU-Killer werden könnte, stand bis anhin nie zur Diskussion.»

Kurt Schmidheiny, Professor für Wirtschaftsstatistik und Experte für öffentliche Finanzen an der Universität Basel, 29. Mai 2015 im Tages-Anzeiger / Bilder: Andreas Zimmermann & Oliver Greuter

«Erben ist keine Leistung, eine Steuer ist in Ordnung.»

Adriana Ospel-Bodmer, Unternehmerin, 4. Juni 2008 im Blick

Ja zur Erbschaftssteuer am 14. Juni

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